Masken

Masken

Wir posieren, wir setzen Masken auf, und allmählich wird die Pose, die Maske zur täglichen Gewohnheit, die die vielen Selbste des Widerspruchs, der Gier, des Hasses und so weiter verdeckt. Das Ideal ist eine Pose, eine Maske, die die Tatsache, das Eigentliche, verdeckt.


Ich weiß nicht, ob Sie diese Hügel betrachtet haben, übersät mit Häusern, so friedlich anzusehen und schön. Sie wurden nicht vom Verstand erbaut, sie sind einfach zufällig da. Und Sie kommen hierher, um sich etwas erzählen, sich informieren, überreden und mit bestimmten Ideen indoktrinieren zu lassen. Sie möchten überredet werden, aber ich fürchte, ich werde nichts dergleichen tun. Vor unserem Treffen sind Sie ganz still und unnatürlich dagesessen. Irgend jemand muss Ihnen gesagt haben: »Seid still, schwätzt nicht, das ist eine ernsthafte Versammlung«, und Sie wurden prompt still.

Von dem Haus, wo ich wohne, hörte ich vorher den Lärm, und nachdem jemand zu Ihnen sagte: »Ihr müsst still sein«, verstummten Sie alle plötzlich. Das ist schrecklich! Sie wollen, dass man Ihnen etwas anschafft. Wenn Sie wirklich ernst wären, dann wären Sie natürlich eine Weile still, ohne dass einer die Weisung geben müsste, still zuhalten, nicht zu klatschen, nicht dies oder jenes zu tun. Wenn wir natürlich und ernst sind, dann sind wir instinktiv still in Anbetracht dieser Hügel und der lieblichen Wolken, der Weite und des blauen Himmels.

Bitte lassen Sie sich nicht überreden, lassen Sie sich keine Ansprache halten, wünschen Sie nicht, dass einer Ihnen neue Ideen einrichtet. Lassen Sie uns miteinander ein Gespräch führen, wie zwei Freunde, die sich treffen und ernsthaft die Probleme untersuchen wollen, die ein jeder hat. Diese beiden Freunde wollen sich nicht gegenseitig von einem Standpunkt überzeugen, noch wollen sie dem anderen einreden, dass nur er recht hat.

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