Denken = Ursache der Angst

Denken = Ursache der Angst

Denken = Ursache der Angst. Das letzte Mal haben wir über das Problem der Gewalt gesprochen, wie sie das Leben von uns allen, von der Kindheit bis zum Tod, durchzieht. Diese Gewalt, Aggression, Brutalität existiert auf der ganzen Welt, nicht nur im Individuum, wo sie sich als Hass oder als eine verkehrte Art von Loyalität auswirkt, sondern auch äußerlich in unserer Hinnahme des Krieges als einer Lebensform. Gewalt entsteht aus Eigentumsrecht, aus sexuellen Rechten und anderen Formen von Ideologie. Man weiß das alles sehr wohl; man sieht es sehr deutlich.

Alle Religionen verkündeten: Tötet nicht, seid freundlich, seid barmherzig und so fort, aber die organisierten Religionen haben ganz und gar keine Bedeutung. Sie hatten nie eine. So müssen wir also dieser Sache ins Auge sehen – dem Problem der Gewalt: Wir müssen uns die Frage stellen, ob es für den Menschen überhaupt möglich ist, nicht nur in seinen persönlichen Beziehungen, sondern auch in seinem Verhältnis zur Gesellschaft, völlig frei von Gewalt zu sein. Das ist keine rhetorische Frage und keine intellektuelle Untersuchung, sondern ein aktuelles Problem, dem jeder von uns gegenübersteht, sowohl psychisch, innerlich (gleichsam unter der Haut) als auch äußerlich, zu Hause und am Arbeitsplatz.

In jeder Art von Tätigkeit ist dieser aggressive Geist und brütet Hass und Feindseligkeit. Und wir stellen die Frage, ob es möglich ist, nicht nur auf der Ebene des Bewusstseins, sondern auch in den tieferen Schichten des Geistes, diese Gewalt vollkommen auszurotten, so dass wir in Frieden miteinander leben und die nationalen und religiösen Spaltungen mit ihren Dogmen, ihrem Glauben, ihren Theorien und Ideologien überwinden können.

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